Staatliche BHKW-Förderung für Blockheizkraftwerke

Die Energiewende, also der Wechsel von fossilen Energieträgern und Kernenergie zu erneuerbaren Energien, ist als umweltpolitische Aufgabe in vollem Gange. Der antreibende Gedanke dahinter ist, mit einer nachhaltigen Energieversorgung die ökologischen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Probleme zu minimieren.

Gleichzeitig sollen Ressourcen geschont werden. Bei einem Blockheizkraftwerk ist dies der Fall. Eine Anlage mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) nutzt einen Brennstoff doppelt: Gleichzeitig werden dadurch Strom und Wärme produziert. Aufgrund ihrer Effizienz und ihrer Umweltverträglichkeit werden Blockheizkraftwerke deswegen auf Bundes- und Landesebene gefördert. Zu den Förderprogrammen zählen der KWK-Zuschlag, die Förderung des BAFA sowie der KfW, eventuelle staatliche Steuervergünstigungen und mehr. Lesen Sie nachstehend mehr über die verschiedenen Möglichkeiten zur BHKW-Förderung, Zuschüsse und weiterem mehr.

Staatliche BHKW Förderung

BHKW-Förderung für welche Blockheizkraftwerke?

Vorneweg möchten wir Ihnen einen kleinen Einblick geben, welche Blockheizkraftwerke grundsätzlich unter die BHKW-Förderung fallen. Förderungsfähig sind stromerzeugende Heizungen mit Motor, die allgemein als die klassische Variante des Blockheizkraftwerks (BHKW) bekannt sind. Die modernste Variante im Bereich Blockheizkraftwerk wird als Brennstoffzellenheizung bezeichnet, da als Technologie die Brennstoffzelle genutzt wird. Diese Technologie ist noch brennstoffärmer und effektiver, weswegen für die Brennstoffzellenheizung auch derzeit die höchste staatliche KWK-Förderung gewährt wird. Sowohl Blockheizkraftwerke mit Motor als auch Brennstoffzellenheizungen sind demnach förderungsfähig. Welche Leistungsklassen im Speziellen bezuschusst werden, ist abhängig vom jeweiligen Förderprogramm. Gerne beraten wir Sie hierzu in einem persönlichen Gespräch.

Die KWK-Förderung nach dem KWK-Gesetz

Das Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWK-Gesetz) – richtig als „Gesetz für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung“ bezeichnet, ist eins der wichtigsten Förderinstrumente im Zuge der KWK-Förderung. Sowohl die Heizungsmodernisierung als auch der Neubau mit der direkten Installation einer stromerzeugenden Heizung können darüber gefördert werden. Zur BHKW-Förderung nach dem KWK-G-2016, der neusten Auflage des KWK-Gesetzes, gehört eine fest geregelte Einspeisevergütung, Steuererleichterungen sowie der KWK-Zuschlag, der abhängig von der Größe der Anlage ist. Der KWK-Zuschlag basiert auf der nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWK-Gesetz) bestehenden Verpflichtung der Netzbetreiber, ein Blockheizkraftwerk an das Stromnetz anzuschließen und den in das öffentliche Netz eingespeisten Strom mit dem KWK-Zuschlag zu vergüten. Bedingung für den Zuschlag ist die Zulassung der KWK-Anlage durch das BAFA. Seit 01.01.2017 wird das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung staatlich fest bezuschusst. Abhängig davon, ob der produzierte Strom selbst verwendet wird, erfolgt der KWK-Zuschlag mit 4 Cent pro Kilowattstunde und der überschüssige Strom, der ins öffentliche Stromnetz eingespeist wird, erhält einen staatlichen Zuschuss von 8 Cent pro Kilowattstunde. Dies gilt für 60.000 Vollbenutzungsstunden oder alternativ als Einmalzuschuss für KWK-Anlagen bis einschließlich 2 Kilowatt.

BHKW-Förderung durch Steuererleichterungen

Auf Antrag ist als BHKW-Förderung ebenfalls die Rückerstattung der Energiesteuer für den eingesetzten Brennstoff möglich und es muss keine Stromsteuer für selbstgenutzten Strom entrichtet werden. Im Rahmen des Energie- und Stromsteuergesetzes gilt nach §3 Energiesteuergesetz (EnStG) die Energiesteuerentlastung für KWK-Anlagen. Somit kann am Jahresende beispielsweise bei einer gasbetriebenen stromerzeugenden Heizung die Energiesteuer für den Gasverbrauch, der für den Betrieb des Blockheizkraftwerks notwendig war, zurückerstattet werden. Allerdings muss die Erstattung der Energiesteuer proaktiv per Antrag beim Hauptzollamt eingefordert werden. Erstattungsfähig sind BHKWs mit einem Monats- bzw. Jahresnutzungsgrad von 70 %, was auch explizit nachgewiesen werden muss.
Für Betreiber eines BHKW mit einer elektrischen Leistung von bis zu 2 MW gilt ebenfalls §9 Stromsteuergesetz, wonach die Betreiber für selbstgenutzten Strom keine Stromsteuer zahlen müssen. Dies gilt ebenfalls für alle Parteien eines Gebäudes, die den BHKW-Strom nutzen, beispielsweise in einem Mehrfamilienhaus.

Die BHKW-Förderung des BAFA

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verwaltet das Programm zur Förderung von KWK-Anlagen bis 20 Kilowatt. Die Förderung zollt einmal der Effizienz und Umweltfreundlichkeit von Blockheizkraftwerken, da die Anlagen sowohl Wärme als auch Strom erzeugen und zudem die CO2-Emission senken. Andererseits zielt sie mit zusätzlichen Impulsen darauf ab, insbesondere für kleinere KWK-Anlagen den Impuls für Immobilienbesitzer zu setzen, die umweltbewussten und energieeffizienten Heizungsanlagen zukunftsorientiert in Ein- bis Zweifamilienhäuser installieren zu lassen. Die BAFA-Förderung sieht einen einmaligen Investitionszuschuss vor, der gestaffelt ist nach der elektrischen Leistung der KWK-Anlage. Die BAFA-Förderung ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Dazu gehört, dass die betreffende Anlage nicht in einem Gebiet mit einem Anschluss- und Benutzungsgebot für Fernwärme liegt, dass sie in der Liste der förderfähigen Anlagen enthalten ist und den Anforderungen der EU-KWK-Richtlinie ebenso genügt wie den Effizienzvorgaben.

KfW-Förderung – Programm 433

Die Förderung der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) ist vorgesehen für Mikro- und Nano-KWK-Anlagen
in vom Eigentümer selbst genutzten oder vermieteten Ein- und Zweifamilienhäusern oder Eigentumswohnungen in Wohnungseigentümergemeinschaften.

Berücksichtigung bei der Förderung findet der Einbau von stationären Heizungssystemen mit Brennstoffzellentechnologie mit einer elektrischen Leistung von mind. Pel = 0,25 kWel bis max. Pel = 5,0 kWel in Neubauten oder bestehenden Wohngebäuden.

Das förderfähige Brennstoffzellenheizungssystem sollte folgende Anforderungen erfüllen:

Die Anlage ist in die Wärme- und Stromversorgung des Gebäudes eingebunden.

Der hydraulische Abgleich und die Dämmung der Rohrleitungen erfolgen gemäß EnEV.

Die Anlage ist durch ein Fachunternehmen einzubauen.

Die Anlage weist einen Gesamtwirkungsgrad ŋ ≥ 0,82 und elektrischer Wirkungsgrad ŋel ≥ 0,32
nach.

Vom Besitzer der Anlage ist ein Vollwartungsvertrag mit einer Mindestlaufzeit über 10 Jahre abzuschließen,
der ŋel ≥ 0,26 gewährleistet.

Zu den förderfähigen Kosten zählen der Einbau der Brennstoffzellenheizungsanlage, die fest vereinbarten Kosten für den Vollwartungsvertrag in den ersten zehn Jahren, sowie die Kosten für die Leistungen des Energieeffizienz-Experten.

Der Zuschuss der Förderung bezieht sich auf bis zu 40% der förderfähigen Kosten. Diese betragen maximal 28.200 Euro je Brennstoffzelle. Der Förder-Festbetrag seitens KfW ist 5.700 Euro und dazu ein leistungsabhängiger Betrag von 450 Euro je angefangener 100 W el.

Weitere KWK-Förderung der KfW-Bank

Die KfW-Bank bietet neben dem Programm 433 verschiedene weitere Förderprogramme, um die Anschaffung und den Betrieb von Blockheizkraftwerken zu erleichtern. Dazu gehören Zuschüsse und Kredite, von denen wir Ihnen ein paar vorstellen möchten. Ein Investitionszuschuss kann über das Programm 430 für eine neue Heizung beantragt werden. Wenn besonders ineffiziente Heizungen ausgetauscht werden, sind noch höhere Zuschüsse möglich. Statt eines Zuschusses kann für die Erneuerung der Heizungsanlage beispielsweise auch ein zinsgünstiger Kredit nach Programm 151/152 beantragt werden. Auch hierbei werden die Leistungen des Energieeffizienz-Experten bezuschusst. Die Förderfähigkeit besteht bei Gebäuden, für die vor dem 01.02.2002 der Bauantrag gestellt oder Bauanzeige erstattet wurde. Ebenfalls über die KfW-Bank verfügbar ist der Ergänzungskredit nach Programm 167 für den Einbau von Heizungsanlagen, die erneuerbare Energien als Energieträger nutzen. Da es zahlreiche weitere BHKW-Förderungen der KfW-Bank gibt, die sich auch miteinander kombinieren lassen, sollten Sie sich ausführlich beraten lassen. Hierfür stehen Ihnen die Experten der EW-Energy World gerne zur Verfügung.

Beratung zur BHKW-Förderung durch EW Energy World

Vereinbaren Sie einen Termin für ein umfangreiches Beratungsgespräch mit uns. Gerne erklären wir Ihnen die verschiedenen Möglichkeiten der BHKW-Förderung und weiteren Zuschüssen, wie steuerliche Förderungen oder auch bundesländerabhängige Fördersummen für Mikro- und Nano-KWK-Anlagen in Ein- bis Zweifamilienhäuser. Vorab können Sie auf unserer Website mit unserem BHKW-Rechner ermitteln, welches Sparpotenzial Sie erwartet, wenn Sie auf eine stromerzeugende Heizung umrüsten. Im Rahmen dieses intensiven Beratungsgesprächs stellen wir die Einsparungen und Einnahmen durch die BHKW-Förderung sowie die verschiedenen Kosten, die auf Sie zukommen, gegenüber und führen eine Wirtschaftlichkeitsprüfung durch. Hierbei wird in Verbindung mit Ihrem Heiz- und Strombedarf ermittelt, welche Art und Leistungsklasse des BHKWs für Sie infrage kommen würde. Sollte sich bei der Wirtschaftlichkeitsprüfung herausstellen, dass ein BHKW für Sie langfristig nicht wirtschaftlich ist, teilen wir Ihnen das natürlich auch transparent mit.