Staatliche BHKW-Förderung für Blockheizkraftwerke

Die Energiewende, also der Wechsel von fossilen Energieträgern und Kernenergie zu erneuerbaren Energien, ist als umweltpolitische Aufgabe in vollem Gange. Ein weiterer großer Schritt ist das Klimapaket, wodurch die CO2 Emissionen stark reduziert werden sollen. Der antreibende Gedanke dahinter ist, mit einer nachhaltigen Energieversorgung die ökologischen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Probleme zu minimieren.

Ein großer Anteil der Förderprogramme auf Bundes- und Landesebene entfällt daher auf BHKW Anlagen. Denn Blockheizkraftwerke produzieren direkt beim Verbraucher (dezentral) gleichzeitig Strom und Wärme. Daher kommen Sie auf einen besonders guten Wirkungsgrad. Im Gegensatz zur Stromerzeugung in regulären Kraftwerken reduziert das die CO2-Emissionen um bis zu 50%. Dies hat zur Folge, dass es vielfältige staatliche Förderungen gibt. Diese sind in Form von Krediten oder Zuschüssen abrufbar.

Staatliche BHKW Förderung

Im Grunde gibt es zwei große Institutionen, die hauptsächlich die Anschaffung eines Blockheizkraftwerks fördern und für die Zuschussbeantragung zuständig sind. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausführkontrolle – BAFA und die Kreditanstalt für Wideraufbau – KFW. Zudem gibt es noch spezielle Blockheizkraftwerk Förderprogramme auf Landesebene, welche Sie in Ihrer Region individuell abgleichen können.

Diese Blockheizkraftwerke werden gefördert

Folgende Blockheizkraftwerke fallen grundsätzlich unter die BHKW-Förderung.
Förderungsfähig sind stromerzeugende Heizungen mit Motor, die allgemein als die klassische Variante des Blockheizkraftwerks (BHKW) bekannt sind. Die derzeit höchste staatliche Förderung für KWK-Anlagen gibt es jedoch für die Brennstoffzellenheizungen. Diese Technologie ist noch brennstoffärmer und damit ökologisch und wirtschaftlich noch effektiver. Sowohl Blockheizkraftwerke mit Motor (Gas oder Öl) als auch Brennstoffzellenheizungen sind demnach förderungsfähig. Welche Leistungsklassen im Speziellen bezuschusst werden, ist abhängig vom jeweiligen Förderprogramm.

Alle Fördergeldanträge sollten immer vor der Durchführung der Maßnahme durch einen Energieeffizienzberater gestellt werden.

BHKW-Förderung durch die KfW

Die Kreditanstalt für Wideraufbau (KFW) hat mehrere unterschiedliche Programme zur Förderung der Blockheizkraftwerke. Das ist entweder ein zinsgünstiges Darlehen – KfW Programm 270 (Erneuerbare Energien – Standard), sowohl für ein Mini-BHKW als auch für ein Mikro-BHKW; allgemein werden dadurch kleine Anlagen gefördert, oder ein Investitionszuschuss – das KfW-Förderprogramm 433 (Energieeffizient Bauen und Sanieren – Zuschuss Brennstoffzelle), wenn eine Brennstoffzellenheizung, z.B. als Nano-BHKW in einem Ein- oder Zweifamilienhaus zum Einsatz kommt. Dabei handelt es sich im Gegensatz zum Kredit aus dem Programm 270 um einen Investitionszuschuss. Dieser wird nach Abschluss des Vorhabens auf Ihr Konto überwiesen.

Im Jahr 2019 wurden in Deutschland rund 19,4% des erzeugten Nettostroms aus Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen gewonnen.

BHKW-Förderung durch das BAFA

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verwaltet das Programm zur Förderung von KWK-Anlagen bis zu einer elektrischen Leistung von 20 kW. Diese Förderung wird meist jährlich angepasst. Die Höhe der Förderung ist abhängig von der elektrischen Leistung, die das BHKW produzieren kann.

Einheit in kWelFörderbetrag
Für jedes kWel bis 1 kWel1.900 €
Für jedes kWel größer 1 kWel bis 4 kWel je300 €
Für jedes kWel größer 4 kWel bis 10 kWel je100 €
Für jedes kWel größer 10 kWel bis 20 kWel je10 €

Beispielberechnung:

Für eine Mini-KWK-Anlage mit einer elektrischen Leistung von 7,4 Kilowatt wird der Zuschuss wie folgt berechnet:

Für das 1. kW=1.900€ +
Für das 2., 3., 4. kW=je 300€=900€ +
Für das 5., 6., 7. kWje 100€=300€ +
Für die restlichen 0,4 kW0,4x 100€=40€

Also bekommt man maximal eine Basisförderung in Höhe von 3.140€ für ein Blockheizkraftwerk mit 7,4 kW elektrischer Leistung.