Globales Emissions-Modell integrierter Systeme (GEMIS)

Das GEMIS ist ein Computermodell, dessen Daten zur Berechnung von Energie- und Materialbedarf von Prozessen oder auch Produkt-Lebenszyklen herangezogen werden. Auf seiner Grundlage ist es z. B. möglich, verschiedene Energiebereitstellungsarten hinsichtlich ihrer ökologischen Nachhaltigkeit zu vergleichen.

Das GEMIS erfasst unter anderem Nutzungsgrad, Leistung, Auslastung und Lebensdauer. Daneben werden Emissionswerte bereitgestellt, darunter Luftschadstoffemissionen wie SO2, Nox, Halogene, Staub, CO, NMVOC, H2S, NH3 sowie Treibhausgasemissionen wie CO2, CH4, N2O, SF6 und FKW. Weitere Kenndaten beziehen sich auf feste Reststoffe wie Asche, Entschwefelungsprodukte, Klärschlamm, Produktionsabfall und Abraum, flüssige Reststoffe wie AOX, BSB5, N, P und anorganische Salze sowie auf den Flächenbedarf.
KWK-Zuschlag (Bonus)

Seit 2009 erhalten BHKW-Betreiber den KWK-Zuschlag sowohl für den eingespeisten Strom, der dem allgemeinen Stromnetz zugute kommt, als auch für den selbst genutzten Strom. Je nach Leistung ändern sich die Zuschlagssätze:

die ersten 50 kWel: 5,11 Cent/kWh
über 50 kWel bis 2MWel: 2,1 Cent/kWh
über 2 Mwel: 1,5 Cent/kWh

Ein 500 kWel-BHK wird also zunächst wie folgt vergütet: 10% des eingespeisten Stroms (die ersten 50 kWel) erbringen 5,11 Cent/kWh, die restlichen 90% (450 kWel) werden mit 2,1 Cent/kWh abgerechnet.

Der höchste Satz für bis zu 50kWel wird 10 Jahre lang ab Beginn des Dauerbetriebs gewährt. Die niedrigeren Sätze für Leistungen über 50 Kwel sind für bis zu 30.000 Vollbenutzungsstunden des BKHWs gültig. Der örtliche Stromnetzbetreiber zahlt die Zuschläge zusammen mit der Einspeisevergütung an den BKHW-Betreiber aus, sofern er seine Anlage beim BAFA (Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, siehe oben) angemeldet hat und die dort erhaltene Anlagennummer vorweisen kann. Rechtsanspruch auf den KWK-Zuschlag besteht erst nach erfolgter Anmeldung und Vorlage der Bescheinigung beim Stromnetzbetreiber.