Brennstoffe

Für den Betrieb einer stromerzeugenden Heizung – allgemein bekannt als Blockheizkraftwerk (BHKW) – werden Brennstoffe benötigt. Als Brennstoffe sind abhängig vom Blockheizkraftwerk sowie der Verbrennungskraftmaschine Erd- oder Biogas, Flüssiggas, Heizöl bzw. Bio-Heizöl oder auch Holz wie zum Beispiel Holzhackschnitzel oder Holzpellets möglich. In Deutschland ist im Allgemeinen der Betrieb mit Erdgas am verbreitetsten, da es sich als effektivste Variante erwiesen hat. Dies gilt sowohl für das Blockheizkraftwerk, das mit einem Motor angetrieben wird, als auch für die modernere Variante mit Brennstoffzelle, die üblicherweise Wasserstoff als Brennstoff benötigt, der in der Regel aus Erdgas gewonnen wird.

Funktion des Brennstoffs innerhalb des BHKW

Bei einem BHKW mit Motor wird dieser mit dem jeweiligen Brennstoff betrieben. Der laufende Motor treibt einen Generator an, der für die Stromerzeugung zuständig ist. Die dabei entstehende Abwärme wird dann über einen Wärmetauscher in nutzbare Wärmeenergie umgewandelt. Bei einer Brennstoffzellenheizung funktioniert die Brennstoffnutzung durch eine sogenannte kalte Verbrennung in Form eines elektrochemischen Prozesses. Vom zugeführten Brennstoff – meist Erdgas – wird Wasserstoff abgespalten, der Brennstoffzelle zugeführt und anschließend läuft ein elektrochemischer Prozess ab, der für die Produktion von Strom und Wärme sorgt.

Brennstoff Gas

Kommt Gas als Brennstoff zum Einsatz, kann entweder auf Erdgas oder auf Biogas zurückgegriffen werden. Biogas stammt aus Biogasanlagen, in denen unter anderem Gülle, Lebensmittel- und Pflanzenreste in einem nassen oder trockenen Prozess vergoren werden, wobei das Gas entsteht. Im Gegensatz dazu wird fossiles Erdgas unterirdisch aus diversen Lagerstätten gewonnen. Bei beiden Gasarten entscheidet der Methangehalt über den Energiegehalt. Das sogenannte H-Gas, das in weiten Teilen Deutschlands vertreten ist und langfristig ausschließlich zum Einsatz kommen soll, zeichnet sich durch einen Energiegehalt von 98 % aus. Als Alternative zu Erd- und Biogas kann auch Flüssiggas zum Betrieb eines BHKW Einsatz finden, wenn kein Gasanschluss vorhanden und verlegbar ist.

Brennstoff Heizöl

Je nach BHKW ist ein Betrieb mit Heizöl bzw. Bio-Heizöl möglich. Das bietet sich im Regelfall dann an, wenn eine alte Ölheizung durch ein BHKW ergänzt werden soll und demnach bereits Öltanks im Gebäude vorhanden sind. In Deutschland kommt heutzutage überwiegend schwefelarmes Heizöl zum Einsatz, das sauber und effizient verbrennt. Alternativ kann auch Bio-Heizöl verwendet werden, das aus einer Kombination aus schwefelarmem Heizöl und regenerativem Pflanzenöl besteht.

Holz-Brennstoffe

Holz in Form von Hackschnitzeln, Pellets, Scheiten oder Briketts kann bei einigen Blockheizkraftwerken ebenfalls als Brennstoff eingesetzt werden, teilweise auch in einem vollautomatischen Prozess, wie es mit Holzpellets in genormter Qualität möglich ist. Bei Holz handelt es sich um einen umweltfreundlichen, nachwachsenden Rohstoff: Er verbrennt CO2-neutral.

Abhängig vom gewählten Brennstoff müssen für den Betrieb einer stromerzeugenden Heizung gegebenenfalls neue Anschlüsse (für Gas) gelegt oder Tankanlagen (für Flüssiggas) installiert werden, was mit unterschiedlichen Aufwänden und Kosten verbunden ist. In die Gesamtkosten spielen zudem die Brennstoffkosten und entsprechende Vergütungen sowie Einsparungen hinein. Hier ist die Beratung durch einen Energieexperten angezeigt, um sich für die jeweils individuell wirtschaftlichste und effizienteste Variante zu entscheiden. Die EW Energy World berät Interessenten in allen Belangen rund um ein Blockheizkraftwerk und die dazugehörenden Brennstoffe.