Blockheizkraftwerke

Ihre Vorteile

Eines der größten Potentiale zur Energieeinsparung besteht in der effizienteren Nutzung bestehender Energiequellen. Bei der Versorgung von Gebäuden stehen zwei Energiearten im Vordergrund: Strom und Wärme. Blockheizkraftwerke (BHKW) bündeln beide Energiearten, die in der konventionellen Energienutzung separat zur Verfügung gestellt werden, über das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung.

Blockheizkraftwerk

Blockheizkraftwerk nutzen – für Strom und Wärme

Bei einer konventionellen Versorgung wird der Strom in großen, zentralen Kraftwerken erzeugt und über lange Stromleitungen zum Verbraucher transportiert. Sowohl bei der Erzeugung, als auch beim Transport entstehen Verluste in Form von Wärme, die ungenutzt an die Umwelt abgegeben wird. So erreicht ein modernes Steinkohlekraftwerk lediglich einen Wirkungsgrad von ca. 45 %, wobei beim Leitungstransport des Stroms zusätzliche 2 bis 5 % der Energie verloren gehen. Dies bedeutet, dass weit weniger als die Hälfte der eingesetzten Energie auch wirklich vom Verbraucher genutzt werden kann. Auf der anderen Seite nutzen moderne Heizöl- und Erdgasbrennkessel die eingesetzte Energie besser, können aber keinen Strom erzeugen.

Blockheizkraftwerk: Viessmann Vitowin 300

Viessmann Vitowin 300

Ein Blockheizkraftwerk produziert beides – sowohl Strom als auch Wärme. Dadurch vereint es die Vorteile hoher Wirkungsgrade moderner Heizanlagen mit einer zentralen Stromerzeugung ohne nennenswerte Transportverluste. Die Verbindung zum öffentlichen Stromnetz bleibt dabei bestehen, so dass je nach Ihrem Bedarf zusätzlicher Strom bezogen oder von Ihnen erzeugter Strom in das Netz eingespeist werden kann. Der von Ihrem BHKW eingespeiste Strom wird dabei zu gesetzlich garantierten Tarifen vergütet.

Mikro-Blockheizkraftwerke für den Heizungskeller

Bei einem Mikro-BHKW handelt es sich um eine Komplettanlage, die optisch mit einem konventionellen Heizkessel einer Zentralheizung vergleichbar ist. Ein Blockheizkraftwerk wird in der Regel nach dem Wärmebedarf ausgelegt. Das heißt, ein Kompakt-BHKW für Ein- oder Zweifamilienhäuser ist in der Lage, genau so viel Wärme zu liefern, wie der Heizkessel, den es ersetzt. Der in einem Blockheizkraftwerk erzeugte Strom ist also ein Nebenprodukt, das in das öffentliche Stromnetz eingespeist wird. Hierfür gibt es eine garantierte Einspeisevergütung vom Energieversorger, wie sie zum Beispiel auch für Strom aus Photovoltaik- oder Windkraftanlagen gesetzlich festgeschrieben ist. Informieren Sie sich hier über die Details der effizienten, umweltfreundlichen und kostengünstigen Energienutzung mit Mikro-Blockheizkraftwerken und das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung.

Energie von Blockheizkraftwerken vollständig ausnutzen

Der Zusammenhang zwischen der Temperatur und dem Wert der Wärmeenergie begrenzt den erreichbaren Wirkungsgrad bei Wärme-Kraft-Prozessen, wie sie vorwiegend für die Stromerzeugung eingesetzt werden. Eine Turbine oder Kolbenarbeitsmaschine benötigt ein relativ hohes Temperaturniveau, um Wärmeenergie in mechanische Arbeitsleistung zu wandeln, aus der schließlich Strom erzeugt wird. Selbst in hocheffizienten Gasturbinenkraftwerken bleibt daher fast die Hälfte der eingesetzten Primärenergie bei der Stromerzeugung ungenutzt. Für das Beheizen von Gebäuden ist das Temperaturniveau der Restwärme aber noch völlig ausreichend und dies ist die Grundlage der Kraft-Wärme-Kopplung. Im großen Maßstab wird dabei Restwärme aus Kraftwerken über Fernwärmenetze verteilt, wodurch der Gesamtwirkungsgrad bis über 90% gesteigert werden kann. Dasselbe Prinzip lässt sich aber auch ohne lange Leitungen, also mit viel weniger Aufwand, im eigenen Heizungskeller durch Blockheizkraftwerke realisieren.