Welche Heizung ist die richtige

Es gibt nicht die eine beste Heizung. Stattdessen kommt es bei der Heizungsmodernisierung auf verschiedene Faktoren an, unter anderem auf den Platzbedarf oder auf bereits vorhandene Anschlüsse. Die nachfolgenden Informationen können bei der Entscheidungsfindung helfen, wobei es unverzichtbar ist, sich von einem Fachmann beraten zu lassen.

Heizen mit einem Brennstoffkessel

Ein Brennstoffkessel heizt mit unterschiedlichen festen Brennstoffen, unter anderem mit Holz, Pellets, Scheitholz, Stückholz, Kohle, Briketts und Koks. Meist besteht der Kessel aus Guss, der ein Garant für eine lange Lebensdauer ist. Heute werden Brennstoffkessel als offenes oder geschlossenes System angeboten mit einer schadstoffarmen Verbrennung. Die Auswahl an Brennstoffkesseln ist groß, wobei der Preis abhängig ist vom Material des Brennstoffkessels und seiner Qualität.

Die Hybridheizung

Die Hybridheizung kombiniert die Vorteile verschiedener Heizsysteme und Energieträger miteinander, zum Beispiel einen Gas-Brennwertkessel oder einen Öl-Brennwertkessel mit einer Solaranlage oder einer Wärmepumpe. Herzstück eines Hybridystems ist ein zentraler Wärmespeicher, in den die Wärmepumpe, ein wasserführender Kaminofen oder Solarkollektoren überschüssige Wärme einspeisen, sodass Heizwasser und Warmwasser jederzeit zur Verfügung stehen. Der Vorteil ist die Unabhängigkeit im Bereich der Wärmeversorgung sowie deutliche niedrigere Energiekosten.

Solarthermie und Photovoltaik

Mit Hilfe der Solarthermie wird Sonnenenergie als Heizenergie und zur Erwärmung von Brauchwasser genutzt. Die Aufnahme des Sonnenlichts beziehungsweise seine Absorption erfolgt über Sonnenkollektoren, die es in unterschiedlichen Ausführungen und Funktionsweisen gibt. Sonnenkollektoren sind von Solarmodulen zu unterscheiden, die für Photovoltaikanlagen verbaut werden und die hauptsächlich der Stromerzeugung dienen. Die Photovoltaik ist ein Teilbereich der Solartechnik, die einmal der Stromerzeugung für den Eigenbedarf dient oder der Einspeisung von Energie in das öffentliche Stromnetz gegen Zahlung einer Einspeisevergütung. Solarthermie und Photovoltaik gehören zu den erneuerbaren Energien, deren Investition der Staat mit Fördermitteln unterstützt.

Blockheizkraftwerke als stromproduzierende Heizungen

Mit stromerzeugender Heizung sind sogenannte Blockheizkraftwerke (BHKW) gemeint, die mit Hilfe der Kraft-Wärme-Kopplung Strom erzeugen und die es in unterschiedlichen Größen für unterschiedlich große Wohneinheiten beziehungsweise gewerbliche Betriebe oder Industriebetriebe gibt. Auch sie können mit unterschiedlichen Brennstoffen – Gas, Diesel, Pellets, Holz und Öl – betrieben werden, wobei der verwendete Motor je nach Brennstoff variiert. Die Technik ist mittlerweile ausgereift. So werden kompakte kleine Kraftwerke, die der Größe eines Kühlschranks entsprechen, hergestellt. Sie sind in der Lage, Wärmeenergie zum Heizen sowie Strom für kleine Wohneinheiten zu produzieren. Moderne Blockheizkraftwerke arbeiten mit einem Wirkungsgrad von 80 bis 95 Prozent. In Ein- bis Zweifamilienhäusern werden Nano-Blockheizkraftwerke eingesetzt, in Mehrfamilienhäusern sogenannte Mikro-Blockheizkraftwerke. Die unterschiedlichen Größen von klein bis groß machen es möglich, ganze Stadtteile mit einem von einem Blockheizkraftwerk erzeugter Energie zu versorgen.

Da es heutzutage eine Vielzahl von Möglichkeiten gibt, Heizenergie und überhaupt Wärmeenergie und Strom zu gewinnen, ist eine Beratung durch einen Fachmann unerlässlich, um die optimalste Lösung aus dem Angebot herauszufiltern und um mögliche Fördergelder zu nutzen.