Staatliche BHKW-Förderung für Blockheizkraftwerke

Blockheizkraftwerke werden aufgrund ihrer Effizienz und ihrer Umweltverträglichkeit auf Bundes- und Landesebene gefördert. Zu den Förderprogrammen zählen der KWK-Zuschlag, die Förderung des BAFA und Steuervergünstigungen.

Staatliche BHKW Förderung

1. Die KWK-Förderung

Der KWK-Zuschlag basiert auf der nach dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWK-Gesetz) bestehenden Verpflichtung der Netzbetreiber, ein Blockheizkraftwerk an das Stromnetz anzuschließen und den in das öffentliche Netz eingespeisten Strom mit dem KWK-Zuschlag zu vergüten. Die Vergütung erfolgt auf der Basis eines Durchschnittswertes, der ermittelt wird aus dem an der Leipziger Strombörse EEX gehandelten Durchschnittspreis für Basislaststrom, einem KWK-Zuschlag nach dem KWK-Gesetz sowie einem Netzentgelt für die Einspeisung. Seit dem 1. Januar 2009 erhalten Betreiber von KWK-Anlagen auch für den im Versorgungsobjekt genutzten Strom einen KWK-Zuschlag.

2. Die BHKW-Förderung des BAFA

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) verwaltet das Programm zur Förderung von KWK-Anlagen bis 20 Kilowatt. Die Förderung BAFA zollt einmal der Effizienz und Umweltfreundlichkeit von Blockheizkraftwerken, andererseits zielt sie mit zusätzlichen Impulsen darauf ab, insbesondere für kleinere KWK-Anlagen den Absatz zu steigern. Die Förderung Bafa sieht einen einmaligen Investitionszuschuss vor, der gestaffelt ist nach der elektrischen Leistung der KWK-Anlage. Die Förderung Bafa ist an bestimmte Voraussetzungen geknüpft. Dazu gehört, dass die betreffende Anlage nicht in einem Gebiet mit einem Anschluss- und Benutzungsgebot für Fernwärme liegt, dass sie in der Liste der förderfähigen Anlagen enthalten ist und den Anforderungen der EU-KWK-Richtlinie ebenso genügt wie den Effizienzvorgaben. Allerdings ist die Förderung Bafa seit dem 1. Januar 2014 durch eine Änderung der Richtlinie um 5 Prozent gesenkt worden.

3. BHKW-Kosten senken durch Steuervergünstigungen

Zur staatlichen Förderung von Blockheizkraftwerken gehören außerdem Steuervergünstigungen in Form von Rückerstattung und Steuererleichterung. Sofern für die Betreibung eines Blockheizkraftwerkes Erdgas, Flüssiggas oder Heizöl verwendet werden und die Anlagen einen Jahresnutzungsgrad von mindestens 70 Prozent erreicht haben, wurde bis zum 1. April 2012 die Energiesteuer vollständig erstattet. Diese Bestimmung gilt aufgrund einer Gesetzesänderung rückwirkend steuerrechtlich nur noch für Anlagen, die hocheffizient und steuerrechtlich noch nicht vollständig abgeschrieben sind. Für Strom aus KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung bis zu 2 Megawatt muss außerdem keine Stromsteuer entrichtet werden.